„Nach wie vor leben in Schleswig-Holstein viele unkastrierte Straßenkatzen versteckt in Kleingartenanlagen, Gewerbe- und Industriegebieten sowie anderen naturbelassenen Landesteilen. Ihr meist kurzes Leben ist geprägt von Krankheiten und Hunger. Die unkontrollierte Vermehrung untereinander und mit unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten ist ein wesentlicher Grund für die seit Jahren bestehende Überfüllung der Tierheime mit Katzen“, sagt Ellen Kloth, Vorsitzende des Landesverbands Schleswig-Holstein und Vizepräsidentin beim Deutschen Tierschutzbund. „Die Kastrationsaktion trägt bedeutend dazu bei, die Vermehrung der Straßenkatzen und das damit verbundene Elend einzudämmen. Jeder privater Katzenhalter muss aber auch seinen Beitrag zum Katzenschutz leisten, indem die im Haushalt lebenden Katzen kastriert, gekennzeichnet und im Haustierregister FINDEFIX registriert werden.“ Weil ursprünglich jede Straßenkatze von einer nicht kastrierten Katze aus einem Privathaushalt abstammt, sei es wichtig, auch diese Katzen kastrieren zu lassen, so der Tierschutzbund. Der Verband fordert deshalb auch eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen.
Das Angebot in Schleswig-Holstein richtet sich vor allem an Tierschutzvereine, aber auch an andere Überbringer von Straßenkatzen, die in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden. Der Überbringer des Tieres muss bestätigen, dass es sich um eine Straßenkatze handelt. Nach der Kastration werden die Katzen mit einem Transponder mit Mikrochip gekennzeichnet und bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registriert. Nach der Kastration werden die Katzen an den Fundstellen wieder freigelassen. Bei der letzten Aktion im Frühjahr konnten auf diese Weise 1.882 Katzen kastriert werden – davon 1.027 weibliche Katzen und 855 Kater.
Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband unterstützen die Kastrationsaktion in Schleswig-Holstein gemeinsam mit 10.000 Euro. Der Landesverband Schleswig-Holstein dankt auch der Bastet Stiftung und der Human World for Animals für ihre Spenden. Mehr Infos zur Aktion, eine Liste der teilnehmenden Gemeinden und alle Dokumente finden sich auf den Websites der Landesregierung und der Tierärztekammer.
Der Deutsche Tierschutzbund informiert im Rahmen seiner Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ über das Leid der Straßenkatzen und die Wichtigkeit der Kastration: www.jetzt-katzen-helfen.de
